|
1 Sep |
[Tutorial] Wir legen einen Geocache!
|
Heute wird es konkret, wir verstecken unseren Cache!
Ein paar Dinge sind ja schon klar, es wird ein Tradi (Traditional Cache) in Größe ‘Small’ (Platz für ein schönes Logbuch, einen Stift, Stashnote, Tauschgegenstände und eventuelle Coins und kleine TBs) und wir werden den Cache in der Natur verstecken.
Um einen geeigneten Ort zu finden, an dem auch noch Raum für neue Geocaches ist, gibt es mehrere Möglichkeiten.
1) Ihr habt eine Idee, wo ihr einen neuen Cache verstecken könntet und schaut auf geocaching.com (dazu später mehr) ob dort überhaupt noch Platz ist. Danach geht ihr dann raus und sucht ein passendes Versteck vor Ort und legt die Dose.
2) Ihr habt einen legefertigen Cachebehälter dabei und kommt zufällig an einem tollen Ort/Versteck vorbei, legt die Dose, nehmt die Koordinaten und schaut erst zuhause ob es Probleme mit der Abstandsregel (später mehr) gibt.
3) Ihr seid unterwegs und findet einen tollen Ort/Versteck, nehmt die Koordinaten, schaut zuhause ob es Probleme mit der Abstandsregel gibt.
Bei Möglichkeit 2 könnte man sich die Arbeit umsonst gemacht habe und muss die Dose wieder aus dem Versteck holen, bei Nr. 3 ist man höchstens enttäuscht, weil schon eine anderer schneller war…
Wenn wir es gerade davon haben, die Abstandsregel ist eine ganz essentielle Regel, wenn man einen Cache verstecken möchte, um ihn anschliessend auf geocaching.com zu veröffentlichen. Um es klar zu sagen, diese Regel gibt es nicht auf jeder Plattform, über sie man das Hobby Geocaching betreiben kann, z.B. opencaching.de hat diese Regel nicht.
Gut, aber was genau ist denn nun diese ‘Abstandsregel’ und wozu soll die gut sein? Laut Abstandsregel müssen Cacheverstecke mindestens 161 Meter auseinanderliegen. Das krumme Maß kommt daher, weil es aus einer amerikanischen Maßeinheit in Meter umgerechnet wurde, es entspricht 0.1 Meilen oder 528 Fuß. Der Sinn liegt auf der Hand, die Regel soll die Cachesättigung regulieren und Zufallsfunde vermeiden. Allerdings sollte noch erwähnt werden, dass die Abstandsregel nicht nur zwischen einzelnen Cacheverstecken gilt, sonder auch zwischen Verstecken und gebauten Stationen (Stages of a Multicache, vom Ausleger installierte Schilder, Behälter mit Aufgaben oder Koordinaten) bei Multi und Unknown Caches.
Aber kommen wir zurück zum Verstecken.
Ich habe mich für Möglichkeit Nr. 1 entschieden. Ich hatte die Idee unseren Cache in einer Gegend zu verstecken, die ich schon seit meiner Kindheit kenne. Deshalb habe ich auf geocaching.com auf der Karte geschaut, auf der die Caches mit abgebildet sind, was in der Gegend an anderen Dosen herumliegt.
Wie ihr seht, das Gebiet ist ziemlich leer, als mögliches Problem gibt es nur den Multicache, die beiden Smilies rechts und oben sind schon gefundene Tradis. Wir müssen also nur abklären ob der Multicache Stationen hat, die uns in die Quere kommen können. Ein Blick in die Beschreibung des Multis zeigt mir aber, dass es nur ‘Questions to Answer’ Stationen gibt und die sind für die Abstandsregel unerheblich. Es steht also nur noch eines im Weg bis wir raus in den Wald können um unseren Cache verstecken. Wir müssen den Cachebehälter vorbereiten.
Es wird eine Lock&Lock Dose mit 450ml Inhalt, also ein Small. Gefüllt wird die Dose mit einer kleinen Chinakladde als Logbuch, Stashnote, einem Kugelschreiber, einem Schlüsselband, einem Werbegeschenk und 8-AAA-Batterien. Zusätzlich lege ich eine Coin mit dazu, die ihre Reise im neuen Cache fortsetzen soll. Und so sieht das dann aus:
Das einzige, das in einem Cache enthalten sein MUSS, ist natürlich das Logbuch, aber wenn man schon einen etwas größeren Behälter versteckt, dann ist es schön noch ein paar Tauschgegenstände hineinzulegen. Ausserdem entspricht das den Vorstellungen des ursprünglichen Spiels! Manche Owner machen sich sogar die Mühe und basteln kleine Urkunden für die ersten drei Finder, da ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Macht einfach was euch Spaß macht!
Da ich bislang ja nur groß das Gebiet ausgesucht hatte, musste ich vor Ort einen geeigneten schönen Platz und ein passendes Versteck für unsere Dose suchen. Als Ort habe ich den Zusammenfluß zweier kleiner Bachläufe inmitten eines schönen Mischwalds ausgesucht, ereichbar über ausgetretene Trampelpfade und kleinere Holzstege. Die Dose liegt etwas Abseits der Wege in einem hohlen liegenden Baumstamm. Ein echt klassisches Waldversteck.
Wegen etwas schwankendem GPS Empfang habe ich die Koordinaten über mehrere Minuten gemittelt. Aktuellere GPS Geräte, wie das Garmin Oregon oder Colorado, bieten diese Möglichkeit. Dabei werden in einer selbstgewählten Zeitspanne regelmässig die Koordinaten genommen und daraus der Mittelwert gebildet, so erhält man eine genauere Position. Hat man diese Möglichkeiten nicht, dann läuft man mehrmals aus verschiedenen Richtungen zum Versteck und nimmt jedes Mal die Koordinaten und muss dann selbst einen Mittelwert bilden.
Und so sieht dann das fertige Versteck aus:
So, jetzt haben wir auch den Outdoorteil erledigt, im nächsten Teil des Tutorial veröffentlichen wir den Cache im Internet, auf geocaching.com.
[Nachtrag:] Es ist zwar bei Traditional Caches nicht unbedingt notwendig, aber als Geocacher in fremdem Gebiet und wenn man nicht direkt zum Cache fahren kann, ist man oft froh, wenn ein Parkplatz angegeben ist. Also haben wir noch eine zusätzliche Koordinate, die wir aufnehmen müssen. Oft kann es auch sein, dass der Weg zum Cache unwegsam ist und es keine erkennbaren Wege gibt, dann ist es ganz hilfreich, wenn man dem Cacher noch den einen oder anderen zusätzlichen Wegpunkt an gibt, z.B. wo er abbiegen muss.
Was ihr dann damit anfangen könnt, folgt auch im nächsten Teil.
Artikel, die dich auch interessieren könnten:
- [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Ankündigung - [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Grundsätzliches - [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Der richtige Behälter - [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Veröffentlichen auf geocaching.com - [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Wartung & Koordinatenupdate
Kommentare
8 Kommentare zu “[Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Das Verstecken”
Schreib einen Kommentar!












Wegpunkte mitteln kann man eigentlich mit fast allen Geräten. Auf jeden Fall auch mit den Garmin GPSmap/Vista/Etrex: Wegpunkt erstellen, auswählen, Menütaste drücken, “Position mitteln” auswählen, ein paar Minuten warten und speichern.
Für Smartphones gibts dafür extra Apps, z.B. GPSFix für Android.
Ein klitzekleiner Kritikpunkt zu diesem Teil: selbst wenn der Multi nur Qestion-to-answer-Stationen hat, so ist der Final noch nicht bekannt – und mit dem kann es immer noch eine Abstandsverletzung geben. Damit sind wir schon einmal auf die Nase gefallen und bekamen – natürlich nach Auslegen eines Multis – vom Reviewer nur die Nachricht, dass eine Abstandsverletzung vorliegt
@TSaK
Ich dachte eigentlich das mit “Cacheverstecke” abgedeckt zu haben?
Ein tolles Tutorial! Hoffentlich hilft es die Cache-Qualität zu steigern und Fehler zu vermeiden.
Wäre es vielleicht noch sinnvoll zu erwähnen, dass die Abstandregel innerhalb eines eigenen Caches (z.B von Station 1 zu Station 2) nicht gilt?
Wie ihr schon im vorherigen Beitrag geschrieben habt, möcht ich auch nochmal darauf hinweisen, da dies doch immer wieder vergessen wird.
Wichtig ist auch immer, den Cache von außen zu beschriften, damit bei Zufallsfunden nicht gleich eine Spezialeinheit eingeschaltet werden muss.
Beschriftung hätte in diesem Fall hier sicher auch geholfen zum Glück war hier unter der Polizei selbst ein Geocacher …
http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/im-kanalrohr-einen-schatz-entdeckt-1.143040?searched=true
Ja und genau bei diesem Punkt komme ich nicht weiter.
(zunächst aber Danke für das tolle Tutorial!)
Und zwar hab ich die Lock&Lock-Dose schon fertig (abgesehen von Tauschgegenständen). An allen Seiten der Box außer unten sind hinweise, dass es sich um einen Geocache handelt und innen drin ist nochmal ein Zettel zum Thema. Bis jetzt ist in der Box eine wasserfeste Tüte (das ist ja auch immer ganz wichtig
), indem Logbuch, Bleistift (für die kalte Jahreszeit) und Anspitzer drin sind.
Den Cache (es soll ein Mystery werden) möchte ich gerne in der Nähe von der Schule verstecken. Ich habe gedacht, der erste Cache sollte dort in der Nähe sein, da ich mich oft dort aufhalte und den Cache auch so gut warten kann. Nebenbei sind einige weitere Caches in nicht zu naher Nähe. Als Versteck habe ich mir das Gebüsch (da sind viele Bäume und so) direkt an einem nicht allzu oft besuchten öffentlichem Parkplatz rausgesucht. Wärs da jetzt besser, die Polizei zu informieren, dass die nicht denkt, dass es eine Bombe
ist, wenn Verdächtigungen von den Muggeln ausgehen sollten? Und sollte man aus Haftungsgründen “volljährig” als Cacheleger sein?
Gruß, Conveam
@Conveam
Ganz ehrlich, wenn du dir schon Gedanken darüber machst, ob du wegen des Verstecks die Polizei informieren sollst, dann ist es eindeutig der falsche Platz!
Naja, was macht denn einen falschen Platz so aus – immerhin hab ich ja auch noch nie einen Cache gelegt und kann eher weniger von Erfahrungen sprechen. Immer öfter liest man, dass es immer mehr Berichte in Zeitungen gibt von vermeintlichen Bomben, die sich als Cache entpupput haben.
Ich mein, da brauch ja nur jeden Tag mindestens ein Muggel durch die Gegend laufen, dem da was verdächtig vorkommt ^^ .