|
31 Aug |
[Tutorial] Wir legen einen Geocache!
|
Beim Schreiben des Entwurfs zu diesem Thema, habe ich mich so in Rage geschrieben, dass ich beschlossen habe hier nicht zu ausführlich zu werden. Also werde ich mich kurz fassen und mich auf die Auswahl geeigneter Behälter beschränken.
Bei der Auswahl des richtigen Cachebehälters kann man so einiges falsch machen. Zu klein, zu groß, nicht wasserdicht, bei Kälte zu spröde, nicht stabil genug…
Das Allerwichtigste, das ein Geocaching-Behälter auszeichnet ist seine Wasserdichtigkeit. Schließlich muss die Dose über lange Zeit ihren Inhalt trocken halten. Dieser Anforderung sind zumindest auf Dauer z.B. Filmdosen nicht gewachsen. Ebenfalls ungeeignet sind billige Tupperdosen-Kopien, die mögen oft Kälte nicht, werden dann extrem spröde und können bei mechanischer Belastung brechen. Dicht halten diese Behälter auch nicht immer. Da diese Dosen trotzdem oft genutzt werden und den Ownern diese Schwäche bekannt ist, werden des öfteren noch zusätzlich Plastiktüten um die Dose gewickelt. Ein schwerer Fehler und eher kontraproduktiv. Dadurch entsteht um die verhüllte Dose mit der Zeit ein extrem feuchtes Mikroklima. Das zieht besonders Schnecken, Käfer und Würmer geradezu magisch an und es ist schlicht ecklig die Dose da raus zu fischen. Pfui Teufel! Also bitte, nehmt dichte Behälter und lasst diese Tüten weg!
Auch keine gute Idee sind Schraubgläser, wie z.B. ein altes Marmeladen- oder Gurkenglas, früher ebenfalls gern genutzte Cachebehälter. Auch die sind auf Dauer nicht dicht, sei es wegen deformierter Deckel oder Dreck zwischen Deckel und Glasrand.




Als hervorragend geeignet haben sich Lock&Lock Dosen herausgestellt. Die gibt es von diversen Herstellern und in zahlreichen Größen. Oft gibt es ganze Sets zu günstigen Preisen bei den bekannten Discountern. Da hat man dann ein ganzes Arsenal zusammen, von Small bis Large ist alles dabei. All den Dosen ist gemein, sie haben passgenaue Dichtungen im Deckel und mit mindestens vier Sicherheitsverschlüssen lassen sich die Behälter luft- und wasserdicht verschliessen.
Wenn es etwas stabiler sein soll, weil die Dose z.B. unter schweren Steinen versteckt werden soll, dann bieten sich ausgediente Munitionkisten aus Blech an. Auch diese gibt es in verschiedensten Größen und werden vermehrt im Internet oder in Militär Shops angeboten. Bei Munitionsboxen muss man aber darauf achten, dass man die mit Dichtung nimmt.
Da es immer mal vorkommen kann, dass ein Cache von einem Muggel gefunden wird, sollte man auf den Dosen schon aussen darauf hinweisen, dass der Behälter Teil eines harmlosen Spiels ist. Das gilt ganz besonders für Munitionskisten, da die ja schon rein äußerlich (Lackierung/Beschriftung) einen unübersehbaren Bezug zum Militär haben und so zu Irritationen führen können. Dafür gibt es einen Generator im Internet oder fertige Aufkleber in einigen Geocaching-Shops. Auch zu empfehlen, in den Cache eine so genannte Stashnote legen, eine Beschreibung des Spiels, mit Querverweise ins Internet und oft auch mit Emailadresse des Owners. Der Reviewer und Geocacher Eigengott hat entsprechende Vorlagen ins Netz gestellt. Diese sollten mit Laserdrucker ausgedruckt oder besser gleich einlaminiert werden.



Auch wenn ich die Verbreitung vom Micro-Caches nicht auch noch fördern möchte, manchmal geht es nicht anders und dann ist es besser man nimmt einen dichten PETling, statt einer undichten Filmdose!
Natürlich gibt es noch unzählige weitere gute Behälter, die auch dicht halten, aber ich habe mich hier auf die gebräuchlichsten und immer wieder anzutreffenden Behälter konzentriert. Ihr dürft gerne weitere Vorschläge, ab besten mit Link, in die Kommentare schreiben.
Im nächsten Teil des Tutorials wird’s dann konkret, dann verstecken wir die Dose!
Artikel, die dich auch interessieren könnten:
- [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Ankündigung - [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Grundsätzliches - [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Das Verstecken - [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Veröffentlichen auf geocaching.com - [Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Wartung & Koordinatenupdate
Kommentare
5 Kommentare zu “[Tutorial] Wir legen einen Geocache!
Der richtige Behälter”
Schreib einen Kommentar!








Bei Munitionskisten sollte man die alte Dichtung mit Vaseline einreiben, das macht sie wieder geschmeidig und die Munitionskiste ist dicht. Zudem wäre es auch angebracht, die Kiste neu zu lackieren in einer weniger verfänglichen Farbe als das olivgrün, damit kann man auch die Beschriftung über den vermeindlichen Munitionsinhalt überdecken (ich hab meine Munitionskiste braun wie der Waldboden lackiert, dann fällt die nicht mehr so arg auf). Den Aufkleber als Geocaching-Sportziel sollte aber trotzdem angebracht werden, schon allein das der Behälter nicht als Müll angesehen wird.
Das als kleiner Nachtrag zur Munitionskiste
Diese Stuhlprobenröhrchen sollen auch sehr gut sein, also wenn man die Chance hat da billig ranzukommen warum nicht.
10 Daumen hoch für diesen Artikel. Sollte eine Aufforderung an alle sein, ihre Caches mal wieder zu warten.
Einschränkung: die Teile kosten z.T. viel Geld, gerade die Dosen – und mittlerweile werden die ein begehrtes Beuteobjekt.
Die Logeinträge im Stil von “hier hätte aber auch ne große Dose hingepaßt” können wir nur noch beantworten mit: “warum? damit sie wieder geklaut oder mit Ü-Eier-Müll zugedreckt werden?”
Eine schöne Tutorial-Reihe, die mir bis jetzt gut gefallen hat. Beim vorliegenden Artikel fehlt mir allerdings ein Hinweis zu den üblichen Größen. Oder kommt die beim Punkt “publishen”? Mit der Passage “Oft gibt es ganze Sets zu günstigen Preisen bei den bekannten Discountern. Da hat man dann ein ganzes Arsenal zusammen, von Small bis Large ist alles dabei.” suggeriert dem Neuling, dass die großen Dosen beim Discounter schon ein Large sind – und das stimmt ja sicherlich nicht! Es sind meist normale bis etwas größere Regulars. Wir haben schon öfter Caches gefunden, die angeblich “large” waren, dann aber keinen Platz für z.B. ein Buch oder Plüschtier hatten!
Gruß,
Thomas vom Team TSaK
Danke für Deine super [Tutorial]-Reihe. Das ist eine wirklich prima Idee!
Hast Du vielleicht schon eine Themen/Ideensammlung für weitere Ausgaben angefangen?
Z.B. Hinweise zum Umgang mit den Männern in den Lodenmänteln und Hund, bzw. was darf man, was nicht im Wald und außerhalb, “nicht durch vorgebliche Juristereien ins Bockshorn jagen lassen”…
Viele Grüße
Jörg