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29 Jul |
Ein Stau, ne Brücke und eine Zufallsfund… Geocaching, On Tour
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Normalerweise, wenn man zum Cachen fährt, ist alles von A bis Z geplant, speziell wenn es ins Ausland geht. Schließlich möchte man außerhalb Deutschlands die Kosten für Mobilfunk und mobile Daten so gering wie möglich halten. Deshalb baut man sich zuhause schon entsprechende Pocket Querys für das Zielgebiet und das Cachen entlang der An- und Abreiseroute zusammen.
Als die Planungen für unseren 3-Tages-Familien-Trip (Samstag bis Montag) an den Lago Maggiore begannen, habe ich das nicht anders gehalten. Nur lagen die Prioritäten bei dieser Reise nicht beim Dosensuche, schließlich bin ich der einzige Geocacher in der Familie, dieser Trip war ein Geburtstagsgeschenk für meine Großeltern.
Da der erste Tag sehr straff durchgeplant war, hatte ich für die Strecke nur Tradis und Earthcaches auf dem Colorado. Wenn überhaupt hatte ich mich auf einen Fund direkt an der Strecke eingerichtet, ein schnöder Micro an einer Leitplanke…
Es sollte aber ganz anders kommen…
Da die beiden Organisatoren der Reise, mein Vetter und seine Freundin, in Zürich wohnen, war das unser erstes Ziel. Von dort sollte es zuerst über die A3 und A13 Richtung Südosten gehen, dann weiter über Landstrasse nach Davos. Leider standen wir dann aber auf Höhe Jenaz in einem Stau. Nach gut einer Dreiviertelstunde Stillstand verbreiteten sich diverse Gerüchte entlang der Blechlawine. Da war von Radrennen und Unfällen die Rede, nur wie lange das ganze noch dauern würde, das konnte keiner sagen.
Kurzentschlossen wurde ein Alternativplan beschlossen. Die beiden Exilschweizer schlugen vor, eine nahegelegenen Brücke zu besichtigen und dort ein Picknick zu machen. So machten wir uns also auf der Saginatobelbrücke, immerhin seit 1991 World Monument, einen Besuch abzustatten.
Nachdem wir zuerst den falschen Weg eingeschlagen hatten, standen wir nach teilweise abenteuerlichen Serpentinen kurz darauf an dieser wirklich beeindruckenden Bogenbrücke. Etwas irritiert stellte ich fest, das mein Colorado hier keinen Cache anzeigte. Der erste Gedanke, hier selbst eine Dose zu legen, wurde schnell verworfen. Aus Mangel an Dosen und wegen zu erwartender Probleme beim Reviewing.
Als Geocacher ist man aber neugierig und so machte ich mich daran die Brücke gründlich zu erkunden. Auf meinem Erkundungsgang entdeckte ich irgendwann ein Gekritzel an der Brücke, die sofort meinen Cacherinstinkt weckten. Da muss ein Multi liegen, ganz klar! Also kurz das iPhone geschnappt und siehe da, ich hatte recht, ein Multi und ich hatte zufällig die letzten Hinweise auf den Final gefunden. Geil! Der Rest war dann Formsache und nach wenigen Minuten präsentierte ich meiner völlig überraschten Familie die gefundene Dose.
Unverhoffte Funde sind doch mit die Besten und wenn diese einen auch noch an solch beeindruckende Orte führen, dann ist das einfach nur genial. Toller Cache, tolle Landschaft, tolle Brücke, absolut empfehlenswert!
Überrascht war ich nur über das Schild, das ich an der Brücke fand… Geradezu eine Aufforderung hier einen T5er zu legen! Aber nur auf Deutsch…
Wie die Reise weiter ging, davon später mehr.
Und hier der Cache zur Geschichte: Salginatobel
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