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Aug

The Lightning Rock

categories Geocaching, On Tour, T5    

The Lightning Rock

Freitag, 06.08.2010

Anfahrt und ein erster Blick

The Rock (GC1EJ43), ein Cache, der schon lange geplant, aber immer wieder verschoben worden war. Dieses Wochenende im August sollte es endlich so weit sein, dafür aber eher spontan. Spontan zumindest was mich betrifft, denn an einer Planung hatte ich mich nur oberflächlich beteiligt. Ich kannte den Cache, ja, das schon, aber wo der genau lag, wie ich dort hin kommen sollte und wo ich dort schlafen könnte, das war mir irgendwie immer egal. Hauptsache ich kann endlich diesen Cache machen!

Nachdem buzeles (Beate) nach dem Mega-Event in der Vulkaneifel mit Umwegen Richtung Wesel unterwegs war, übernahm sie die Erkundung der Location, inklusive möglicher Übernachtungsoptionen. Mit ihrem Wohnmobil ist das ja nicht immer so einfach.

Im Geiste hatte ich mich schon auf einen Campingplatz oder ähnliches eingeschossen, aber es sollte ganz anders kommen. Sie hatte nämlich in der Zwischenzeit den Chef des Vereins kennengelernt, der sich um Erhalt und Pflege der Brückenruine kümmert. Der war überaus zuvorkommend und hat uns das Parken und übernachten unter den Brückenbogen erlaubt. Somit war ein Problem gelöst und ich konnte entspannt losfahren.

In Darmstadt habe ich noch grobi.44 (Udo) aufgegabelt und gemeinsam ging’s weiter Richtung Wesel.

Mit Beates Wegbeschreibung war das Finden der halbwegs legalen Zufahrt kein Problem, denn mit Eröffnung der neuen Rheinbrücke hat sich die Verkehrsführung vor Ort schon sehr geändert. So blieb uns bis knapp einem Kilometer vor dem Ziel der Blick auf die alte Eisenbahnbrücke und “The Rock” verwehrt. Um so beeindruckender war dann der erste visuelle Kontakt. Wow!

Die Brücke

Das vierte Teammitglied, Phil1982 aus Bremen, war noch nicht angekommen und es sollte auch noch etwas dauern. Als wir uns gerade zur ersten Erkundung der Brücke aufmachen wollten, gesellte sich der Schäfer zu uns, der kurz seine auf dem Deich grasenden Schützlinge kontrolliert hatte. Es entwickelte sich ein nettes Gespräch und die neue Bekanntschaft wurde mit einem kühlen Bier aus der Buzelesmobilbordbar begossen. :D

Weg entlang der Brücke Brückenende

Brückenende und 'The Rock' Die neue Rheinbrücke bei Wesel

Das BuzelesmobilNach der willkommenen Erfrischung und Verabschiedung des Schäfers war dann endlich die Zeit der Erkundung gekommen. Mit Beates Rottweilern an den Leinen liefen wir die alte Brücke ab, schauten uns die Stages und natürlich den Final von unten an. Am liebsten hätten wir gleich losgelegt, aber wegen vorgerückter Stunde und Phils Abwesenheit mussten wir uns schon auf den nächsten Tag vertrösten. Mit knurrenden Mägen und Hunden ging’s zurück zum Ausgangspunkt.

Als Phil endlich angekommen war, wurde der Grill angeheizt und nach reichlichem Mahl ließen wir den Abend bei Lagerfeuer, Kerzenschein und reichlich Bier ausklingen.


Samstag, 07.08.2010

Die Brücke, eine Enttäuschung und das Feuerwerk

Übernachten im BenzotelSamstagmorgen war ich schon früh auf den Beinen, die Vorfreude und der ungewohnte Schlafplatz waren wohl Schuld. Der frühe Tag zeigte sich von seiner besten Seite, Sonne und blauer Himmel. Es versprach ein erfolgreicher T5-Tag zu werden…

Da außer mir noch alle schliefen, hab ich die ersten drei Brückenstages alleine in Augenschein genommen, von oben, aber ohne Ausrüstung. Wieder zurück war noch immer keiner wach, also noch mal ins Auto gelegt…

Das einzige Bild am SamstagmorgenDas ständige “MÄÄÄÄH!” und “MUUUHHH!” der Schafe und Kühe ließ mich aber nicht mehr einschlafen und so beschloss ich ein paar Bilder zu machen. Es wurde genau eines, dann folgte der erste Schock des Tages – Der Akku war leer. Damn it!

Was nun? The Rock und dann auch ohne Bilder heim kommen? Unmöglich! Das iPad angeworfen und in Wesel ein Fotogeschäft gesucht, vielleicht würde ich dort einen neuen Akku bekommen, denn im Internet wurde behauptet, neue Nikon-Akkus wären zu 3/4 geladen. So ging es kurz vor 9 Uhr auf die andere Rheinseite. Wegen des Stadtfestes war hier schon einiges los, aber das Geschäft in der Fußgänger war schnell entdeckt. Zu meiner Freude musste ich keinen dieser sauteuren Akkus kaufen, der nette Ladeninhaber bot mir das Laden meines leeren Energiespenders an. Prima!

Jetzt wurde es Zeit meine Freunde aus dem Bett zu werfen, ich war ja schon fast drei Stunden wach und der Magen knurrte schon wieder. Mit frischen Croissants und Brötchen im Gepäck wurde ich mit offenen Armen und heißem Kaffee begrüßt.

Wir saßen noch beim Frühstück als eine ganze Wagenkolonne an uns vorbei rauschte. Was war denn hier los? Als dann auch noch ein LKW mit dem Aufdruck “Feuerwerk” über den Feldweg hoppelte, schwante uns Übles. Die wollten doch nicht etwa…? Doch, genau das wollten die, nämlich das Feuerwerk für den kommenden Abend vorbereiten. Na ja, sollen sie eben… Gut das wir da noch nicht wussten, dass dies unsere gesamte Planung für den Final und den Abend zunichte machen würde.

Unser Plan lautete nämlich folgendermaßen: Die 5 Stages absolvieren, das Seil am Final platzieren und mit Grill, Stühlen, Bier und Essen den Pfeiler entern, um von dort das Feuerwerk zu genießen und den Cache zu loggen. Eigentlich ein schöner Plan, den wir allerdings ohne die Verantwortlichen der Stadt Wesen gemacht hatten und der, wie sich später herausstellte, leider nicht durchführbar war. Aber davon später mehr.

Phil an Stage 1Mit gefüllten Bäuchen und bepackt wie die Sherpas machten wir uns auf zu Stage 1 (Kunibert’s Zinnen). Als wir da gerade am Herumturnen, Ab- und Aufseilen waren, kamen ständig neue Fahrzeuge unten vorbei, die all zum Rhein runter wollten und am Anfang der Brücke entdeckten wir eine verdächtige Person, die in unsere Richtung schaute und telefonierte. Oh oh!?

Ich an Stage 2Wie sich später herausstellte war es ein Cacher, der auf sein Team wartete, das dann bei Stage 2 (Bogenlampe) einstieg, als wir die gerade abgeschlossen hatten.

Es folgte der nächste Schock des Tages – durch den Regen der letzten Zeit war der Seilzugang  von Stage 3 (Dunkelkammer) verschüttet. Auch das noch, wie sollten wir jetzt da das Seil einbauen? Aber wir mussten etwas unternehmen, denn eine Alternative gab es nicht. In der näheren Umgebung fanden wir eine Holzlatte, mit der fingen wir an die Erde zu lockern und mit bloßen Händen aus dem Trichter zu holen. Dank Beates Werkzeugschrank auf Rädern wurde dann noch ein Klappspaten angereicht und nach gut 45 Minuten Schufterei war ein keines Loch freigeschaufelt, gerade groß genug um das Seil in die Dunkelheit hinab zu lassen. Der Rest war hier dann Formsache.

Nach der Graberei war es inzwischen so spät, dass mein Akku drüben in Wesel sicher schon geladen war. Da beschlossen wir einstimmig eine kurze Pause einzulegen. Es musste auch noch Proviant für den Abend eingekauft werden. So fuhr ich mit Phil in die Stadt. Der Akku war geladen, gekostet hat es auch nix und im Supermarkt wurde noch kräftig eingekauft. Hauptsächlich Flüssignahrung. :mrgreen:

Zurück aus der Zivilisation und weiter im Text. An Stage 4 (Rapunzel’s Türmchen) mussten wir kurz warten und schauten so lange dem Treiben der Feuerwerker zu. Und da folgte dann Schock Nummer 3 an diesem Tag: Die anwesenden Secuitynasen fingen an um The Rock eine Absperrung zu errichten. So eine Scheiße!

Beate an Stage 4 Ich an Stage

Gegen höhere Gewalt ist man machtlos, deshalb ging es zurück zu Stage 4. Die war inzwischen verwaist und der Schlüssel auch schnell gefunden. Da wir vor der letzten Stage wieder warten mussten, haben wir zuerst einen anderen cache erklettert, der sich ebenfalls an der Brücke befindet.

Udo in AktionAn Stage 5 (Taubenschlag) haben wir uns von der anderen Truppe verwirren lassen und sind wider besseren Wissens (Logbilder) auf der falschen Seite runter, aber auch von dort kommt man zum Schlüssel und so war auch das bald erledigt.

Da standen wir nun, zwei Caches als Beifang, fünf Stages von The Rock abgearbeitet, den Final vor Augen aber keine Chance dran zu kommen. Also packten wir zusammen um an Beates Wohnmobil erneut den Grill an zu werfen. Später wollten wir zurück kommen, um dann eben vom Ende der Brücke das Feuerwerk zu bestaunen.

FeuerwerkNach dem Essen ging’s mit Grillschale, Campingstühlen, Lampen und Kameraausrüstung wieder hoch auf die Brücke. Da wir nicht alleine waren bewachte Beate unser Zeug, während Phil, Udo und ich uns auf die Suche nach Brennholz begaben. Wir wurden schnell fündig und nachdem alles auf die Brücke gebracht war, konnten wir endlich zum gemütlichen Teil des Abends übergehen. Am Feuer sitzend, überbrückten wir die Wartezeit bis zum Start des Feuerwerk mit ein paar Bierchen. Nach dem gut 15 Minuten langen Feuerwerk, gerade als es so richtig nett wurde, öffnete der Himmel seine Schleusen. Also wieder zurück zu den Fahrzeugen unter der Brücke. Dort wurde es dann noch richtig spät…

Feuerwerk Feuerwerk

Feuerwerk Feuerwerk

Feuerwerk Feuerwerk

Feuerwerk Feuerwerk

Feuerwerk Feuerwerk


Sonntag, 08.08.2010

The Rock, der Abschied und ein Virtual

Während der Nacht trommelte heftiger Regen auf mein Benzotel, aber Dank reichlich Bier und großer Müdigkeit konnte ich hervorragend und lange schlafen. Dem Regen war das aber egal, als ich die Augen aufschlug trommelte der noch immer. Recht verschlafen saßen wir unter der Brücke und beschlossen nach einem Blick auf den Regenradar zuerst eine Tasse Kaffee zu trinken.

Dann endlich klarte es ein wenig auf und es tröpfelte nur noch ab und zu. Schnell das Klettergeraffel gepackt, die BigShot geschultert und die Coins vergessen (merkte ich leider erst auf dem Pfeiler).

The Rock

Gleich Udos erster Schuss saß perfekt und so konnte ich hinter dem Pfeiler das Seil einknoten. Drüben zog Udo an der Pilotleine und es sah eigentlich ganz gut aus, bis es plötzlich stockte und Beate uns die Nachricht brachte, die Pilotleine sei abgerissen. Mist. Das ganze von vorn.

Udo hatte wohl das gute Zielwasser erwischt, denn auch der zweite Schuss ging glatt über den Pfeiler und das Seil war schnell wieder eingeknotet. Diesmal hielt die Leine und nach zwei Minuten konnte der Achter mit einem Karabiner an der mitgebrachten Bohrlasche eingehängt werden. Yes!

Mit Seilschonern bepackt machte sich Phil als erster an den Aufstieg, dank des Elektrozauns um den Brückenpfeiler jetzt auch hellwach (Huch!). Dann war ich an der Reihe und keine 5 Minuten später stand ich am Ziel einer langen Reise, am Final von The Rock. Wahnsinn! Natürlich warteten wir bis auch Beate und zuletzt Udo oben waren, dann wurde der Finalbehälter in Angriff genommen. Schließlich wartete da noch eine Aufgabe…

Ich, auf dem Weg zum Final Beate auf dem Weg zum Final

Es dürfte wohl kaum gespoilert sein, wenn ich verrate, dass man dort oben noch ein Schloss öffnen muss, dessen Kombination sich aus den gesammelten Schlüsselzahlen ergibt? Beate benötigte gerade mal einen Versuch und das volle Logbuch fiel in unsere Hände. Yeah! Da wir das schon vorher wußten hatte Beate eine schöne Chinakladde mitgebracht, die aber leider nicht in den kleinen Behälter passte. So musste, nach Entfernen etlicher Seiten, mein Notizblock als neues Logbuch herhalten. Naja, der Owner muss eh mal wieder her… ;-)

Am Final Das Schloss ist offen!

Das erfolgreiche Team Späßle

Für Beate (5555) und für Phil (555) war dieser Fund je ein Schnapszahlenfund, für mich der 15 5/5er, für Udo Routine ;) . Nach ein paar Erinnerungsfotos mussten wir auch schon wieder runter, der Regen bereitete sich schon auf die nächste Runde vor. Also schnell Coins und TBs getauscht, alles ordentlich verstaut und runter vom Pfeiler. Schnell alles eingepackt und zurück zum Wohnmobil. Als dann der Regen kam, saßen wir schon beim verspäteten Frühstückmittagessen.

Verdienter Lohn! Uns geht's gut

Der Regenschauer dauerte zum Glück nicht so lange und so wurden dann die Zelte abgebaut und die Wagen beladen. Nach ausgiebigem Umärmeln und Händeschütteln fuhr jeder seiner Wege.

Mit auf die Heimreise nahmen wir unzählige Erinnerungen mit, an ein tolles Wochenende und einen ob seiner Location einzigartigen Geocache. Viele kleine Anekdoten von toten Hasen mit Loch im Bauch, von “ich hab Hüfte und kletter lieber am Seil” bis zu schreckhaften Rottweilern fanden in diesem Artikel keine ausführliche Erwähnung, denn irgendwann muss auch mal Schluss sein und man soll ja auch ein paar Dinge für sich behalten.

Nicht für mich behalten möchte ich meinen zweiten und letzten Fund an diesem Sonntag. Mit einem zufällig gewählten, weil am Besten zu erreichenden Virtual Cache in Mannheim, konnte ich endlich den letzten von 44 Landkreisen in Baden-Württemberg einfärben und somit an diesem Wochenende ein ebenfalls lange geplantes Ziel vollenden. So schließt sich der Kreis und ein wirklich rundes Wochenende findet ein würdiges Ende.

Bedanken möchte ich mich bei Beate, Udo und Phil, das hat gepasst! Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei den Ownern dieses Caches und den Support im Vorfeld. Dieser Cache ist ein absolutes Muss für jeden T5-Cacher!

Stefan

PS: Es gibt noch ein Video, aber das muss noch geschnitten und vertont werden, versuche das bis zum Freitag zu schaffen!

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Kommentare

7 Kommentare zu “The Lightning Rock”

  1. Gravatar of buzeles buzeles am 10.08.2010 um 23:12 Uhr 

    Schön wars :grin:

    Mal sehen was mir/uns so als nächstes einfällt…

    Freu mich schon auf das Filmchen, hoffe Du läßt das Loch im Bauch aus… das braucht niemand :roll:

    Also ich finde unser Zuhause auf Rädern “handy”… alles an Bord was die Pelze und ich so brauchen, wenn wir ne Weile unterwegs sind.

    Und hier noch ein Gruß von den schwarzen Pelzen… “Kühe sind mindestens 20 mal so groß wie wir und haben riiiiesige Augen… und außerdem haben Kühe und Schafe manchmal was Elektrisches… da reicht einmal zu Nahe kommen und man merkt sich das!!!”

    Beate und die schwarzen Pelze

  2. Gravatar of pvt_sailor pvt_sailor am 11.08.2010 um 10:49 Uhr 

    Ja ja, der Felsen hat schon was! :D

    Auch für uns bleibt “The Rock” ein einmaliges Erlebnis.
    Ich freue mich schon besonders auf DEIN Video.

    Mein Filmchen von “The Rock” wird mit Abstand von all meinen Videos am meisten angeklickt. Es scheint so, also ob sich die Faszination dieses Caches auch in Bilder übertragen lässt.

    Ich freu mich! *hüpf*

  3. Gravatar of lillsche lillsche am 11.08.2010 um 18:39 Uhr 

    hört sich a) nach nem coolen wochenende an und b) nach einem coolen cache! auch ohne eigenen klappstuhl ;)

    sorry nochmal, den hatte ich echt total vergessen :oops: zum glück war das schwoinschen mit ihrem ersatzhausstand dabei… :mrgreen:

  4. Gravatar of theped theped am 11.08.2010 um 21:48 Uhr 

    toller bericht, stefan. hat echt viel spaß gemacht, zu lesen. und weiche knie hab ich auch bekommen ;-)

    danke und viele grüße aus bremen
    theped

  5. Gravatar of Commander112 Commander112 am 12.08.2010 um 09:17 Uhr 

    *Sabber*

  6. Gravatar of [T5 Video] The Rock : 42Cacher – the smart way to cache [T5 Video] The Rock : 42Cacher – the smart way to cache am 13.08.2010 um 07:23 Uhr 

    [...] muss ich ja nicht mehr viele Worte verlieren, HIER steht alles [...]

  7. Gravatar of Oelfinger Oelfinger am 15.08.2010 um 22:39 Uhr 

    Absolut cooler Bericht, auch den Film habe ich gerade bestaunt, das lädt einem wirklich zum staunen ein, Abenteuer puur :roll:
    Leider ist es von der Schweiz ein bisschen weit, doch gute Planung ist alles und irgendwann werden wir dies schon schaffen, so wie es nähmlich ausschaut lohnt es sich bestimmt.
    Gratuliere zu diesem tollen Bericht und dem lässigen Film.
    En liäbä Cachergruess vom Bodäsee
    Oelfinger

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